Albert Einstein : Zur Abrüstungskonferenz von 1932
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Was uns der Erfindergeist der Menschen in den letzten hundert Jahren geschenkt hat, vermöchte das Leben sorglos und glücklich zu gestalten, wenn die organisatorische Entwicklung mit der technischen hätte Schritt halten können. So aber nimmt sich das mühsam Errungene in der Hand unserer Generation aus wie ein Rasiermesser in der Hand eines dreijährigen Kindes. Der Besitz von wunderbaren Produktionsmitteln brachte nicht Freiheit, sondern Sorge und Hunger.Am schlimmsten aber wirkt sich der technische Fortschritt da aus, wo er die Mittel zur Vernichtung von Menschenleben und mühsam erzeugten Produkten der Arbeit liefert. Wir Älteren heben es im Weltkrieg schaudernd erlebt. Noch schrecklicher als die Vernichtung dünkt mich die unwürdige Knechtschaft, in die der einzelne durch den Krieg hingerissen wird. Ist es nicht furchtbar, durch die Allgemeinheit zu Handlungen gezwungen zu werden, die jeder einzelne als verabscheuungswürdige Verbrechen empfindet? Nur wenige haben die moralische Größe gefunden, sich zu widersetzen; sie sind in meinen Augen die wahren Helden des Weltkrieges.
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Ohne Abrüstung gibt es keinen andauernden Frieden. Umgekehrt wird die Fortsetzung der militärischen Rüstungen in dem gegenwärtigen Ausmaß mit Sicherheit zu neuen Katastrophen führen.
